Werterhaltung

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Urkunden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts erzählen von dem "eingefallenen wüsten Schloße" und von den "Überbleibseln des ruinierten Schloßes". Weitere Zerstörungen führte der Unverstand der Bürger herbei. Die Jugend durfte sich in den weitläufigen Kellereien und Gebäuden nach Belieben tummeln und vernichtete ungehindert, wo sie vernichten konnte. Dann und wann holten sich auch Baulustige und Abgebrannte unentgeltliches Baumaterial von der Burgruine. Im großen Stile wurde das nach dem Stadtbrand von 1840 betrieben, wodurch ganze Teile des Schlosses zum Einfallen gebracht wurden...

Der am 6. Januar 1881 gegründete "Gebirgsverein" nahm sich endlich des Schutzes der Burg an. Er pachtete das Gelände vom damaligen Besitzer und begann mit umfangreichen Arbeiten innerhalb und außerhalb der altehrwürigen Mauern. Dadurch vermochten wenigstens weitere Schäden verhindert werden.
Die Ruinenfeste, die sich damals schon eines regen Zuspruchs aus dem Vogtland und darüber hinaus erfreuten, dienten auch der Finanzierung der Werterhaltung der Burgruine.

Auch künftig gibt es auf der Ruine zu deren Erhalt viel zu tun:














Risse in den Mauern...
  Wildwuchs auf Mauern...

Heute sorgen zusätzlich fleißige Helfer aus der Stadt und aus dem Vogtländischen Heimatverein Elsterberg regelmäßig und mit Erfolg für den Erhalt der Burgruine.
Über mehrere Monate nimmt sich die so genannte Dienstagsgruppe (die guten "Ruinengeister") dem weiteren Erhalt der Ruine an. Für bestimmte Werterhaltungsmaßnahme werden aus Sicherheitsgründen und aufgrund hoher fachlicher Aufwendungen auch Firmen hinzugezogen.


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Dezember 2007: Heimatturmdach neu gedeckt


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Das Dach des Heimatturmes wurde vor Abschluss des Jahres 2007 völlig neu gedeckt. Das Dach bekam außerdem eine neue Turmspitze.

Ein Höhepunkt in der Dachdeckerzunft ist das Anbringen der Turmhaube auf dem Dach. Diesen Höhepunkt erlebten am Dienstagvormittag Angehörige der Dachdeckerfirma Jürgen Brückner und anwesende Heimatfreunde auf der Burgruine. Die alte Haube war nach den Jahren verschlissen, eine neue aus Titan-Zink schmückt jetzt das Dach des Heimatturms. Nach altem Brauch wurde die Turmhaube zuvor gefüllt mit aktuellen Materialien und zwar mit der aktuellen Ausgabe der "Elsterberger Nachrichten"(Heft 12/07), den Tageszeitungen "Vogtland-Anzeiger" und "Freie Presse" (Ausgaben jeweils vom 4. Dezember 2007) und einer kleinen Sammlung von alten und neuen Münzen. Außerdem wurde auf der Turmspitze eine Dokumentation der bisherigen Dachdeckerarbeiten auf der Website von dick-AKTUELL untergebracht.


Zum historischen Gruppenbild stellten sich Jürgen Brückner, Karsten Zeller und Klaus Hiemisch (von links), bevor die Haube auf den Turm gehievt wird. Die Hülse für die Turmhaube wird von den Heimatfreunden Karsten Zeller und Klaus Hiemisch mit Zeitdokumenten gefüllt. Die Krönung: Der Heimatturm trägt eine neue Turmhaube, auf die alle stolz sein können. Jetzt können die Dachdeckerarbeiten zu Ende geführt werden.
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Über die Berichterstattung bei dick-AKTUELL in drei Folgen können Sie sich "-hier-" informieren lassen.


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Mauertrockenlegung im Jahr 2006
Ergebnis 1 Jahr später:



Im September 2006 berichtete dick-AKTUELL von der Sanierung eines Mauerstücks entlang des Hauptaufganges der Burgruine. Umfang sowie Art und Weise des Mauerschadens erforderten den Einsatz von Fachleuten. Das Bauunternehmen Bernd Becker aus Kleingera wurde dieser Anforderung bestens gerecht. Informieren Sie sich hier noch einmal über die Werterhaltungsarbeiten auf der Ruine vor über einem Jahr.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen...

* Archivfoto rechts: Uwe Beckert demonstrierte das Ausmaß der Schadstelle, die grundhaft saniert werden musste...


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Die aktuelle Aufnahme zeigt den derzeitigen Mauerzustand des grundhaft sanierten Teilstückes, das vor über einem Jahr zum großen Teil neu gesetzt worden war. Auf dem Foto sieht man außerdem die (noch) nicht sanierten anrenzenden Mauerstücke, die nach wie vor nass sind. Der Unterschied ist deutlich: Das sanierte Mauerstück ist wirklich trocken und damit wieder sicher!

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Oktober 2005: Altes Pflaster neu platziert




Pflasterarbeiten im Eingangsbereich der Burgruine


Kopfsteinpflaster, das in der Vergangenheit im Zuge von grundhaften Straßenbaumaßnahmen im Stadtzentrum ausgedient hatte, erfüllt künftig einen guten Zweck auf der Elsterberger Burgruine. Dort wird derzeit der Bereich hinter dem Hauteingangstor von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes gepflastert.


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Die Pflasterarbeiten hinter dem Haupteingangstor erstrecken sich bis auf die Höhe des Heimatturmes. Damit gelangen die Besucher nunmehr auf besser befestigtem Weg in die Heimatstube im rechten beziehungsweise in die Bauernstube im linken Turm.


In Anlehnung an historische Vorlagen wird bei der Pflasterung nicht ein sonst übliches Muster angestrebt, sondern "wild" gepflastert, wie Uwe Kittelmann als Leiter des Bauhofes auf Anfrage erklärte. Er stellt den Abschluss dieser Arbeiten bis Ende des Monats in Aussicht.

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Diese Pflasterungsarbeiten im Eingangsbereich leisteten Mitarbeiter des städtischen Bauhofes.
Bilder großklicken Stand: Oktober 2005

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Werterhaltungsarbeiten im Jahre 2004


Herbst 2004
Mitarbeiter des städtischen Bauhofes in Elsterberg haben jetzt auf der Burgruine eine weitere Sicherungmaßnahme durchgeführt. Das angebrachte Schutzgitter soll Jugendliche daran hindern, auf die Mauer zu gelangen. Von hier aus waren in der Vergangenheit immer wieder Jungen und Mädchen (!) dabei beobachtet wurden, wie sie auf dem obersten Mauerwerk entlang des Ruinenplateaus herumturnten und sich in tödliche Gefahr begaben.

  Turm am Haupteingang links
Am Eingangs-Turm wurden im Juni 2004 Werterhaltungsarbeiten an Dach und Unterbau vorgenommen. Erneuert wurden beispielweise die Regenrinne und das Abfallrohr. Für den ringförmigen Verlauf der Regenrinne war handwerkliches Können der Spengler besonders gefragt. In der Folgezeit wurden die hölzerne Dachschindeln aufgearbeitet und frisch versiegelt.
Vor 1912 wiesen die ehemaligen Verteidigungstürme große Schäden auf. 1913 ichteten Stadt und Gebirgsverein von den fünft teilweise bewohnten Rundbauten drei wieder her und bauten deren Dächer neu.

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Burghof gepflastert

Werterhaltungsarbeiten im Jahre 2003

In diesem Jahr wurde der Burghof gepflastert.


 
 

Mauern verfugt

Werterhaltungsarbeiten im Jahre 2002

Es erfolgte eine aufwendige Verfugung an der höchsten Mauerwand der Brugruine.


 
 

Werterhaltung vor über 80 Jahren...

Um 1900 machte die Burg einen stark verfallenen Eindruck. Ihr Besitzer, ein Rittergutsbesitzer aus Coschütz, veräußerte sie an die Stadt Elsterberg. Danach wurden die Arbeiten zum Erhalt des Wahrzeichens intensiver. Aus Einnahmen durch die turnusmäßigen Heimat- und Ruinenfeste konnte die größte Not hinsichtlich des Erhalts des Bauwerks gemildert werden.


Die Erneuerung der Kellergewölbe unter dem Palas in den Jahren 1920-1922. Nach deren Fertigstellung einige Jahre später hegte die Stadtverwaltung die Absicht, in den Palasräumen eine Gaststätte, eventuell mit Hotelbetrieb, einzurichten und die Keller als Weingaststätte zu nutzen. Der Burgenforscher Botho Ebhardt wurde zu Rate gezogen, aber im Endeffekt verliefen die Vorstellungen im Sande, weil die Stadt in der Weltwirtschaftskrise auch im Jahre 1930 die benötigten 75 000 Mark nicht aufzubringen vermochte und denkmalinteressierte Heimatfreunde dem Projekt ablehnend gegenüberstanden.
  Quelle: "Elsterberg in alten Ansichten" von Karl-Heinz Zierdt, Elsterberg, 1993 Europäische Bibliothek-Zaltbommel/Niederlande

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