Künstllerische Darstellungen der Burgruine

*


Zu jeder Zeit haben Künstler in und um Elsterberg die Burgruine in den verschiedensten Zeitabschnitten und auf unterschiedlichste Weise dargestellt. Der Nachwelt sind so imposante, aufschlussreiche künstlerische Arbeiten als Zeitzeugen erhalten geblieben.

Nachfolgend einige Bespiele dazu:

Johanna Ehlich-Däberitz

Geboren 1904 als Tochter des Oberpfarrers Arthur Däberitz zu Elsterberg. Von einem kunstsinnigen Vater gefördert, besuchte sie mit 16 Jahren die Kunstschule in Plauen, danach studierte sie an der Akademie in Dresden bei Prof. Feldbauer Malerei. Von 1926 – 1930 setzte sie ihr Studium an der Tiermalschule von Prof. Jank in München fort. 1932 heiratete sie Pfarrer Hermann Ehlich und lebte bis 1949 in Schönbach. Sie verlor ihren Mann im 2. Weltkrieg, so zog sie zurück nach Elsterberg. Unermüdlich hielt sie in ihren Bildern „reine Augeneindrücke” fest, wie sie selbst in ihrem Tagebuch schrieb, sensibel, vielseitig und mit unverwechselbarem Stil. Johanna Ehlich-Däberitz starb 1986 dort, wo sie immer zu Hause war, in ihrer vogtländischen Heimat.
Aquarell: Turm der Elsterberger Schlossruine







Aquarell: Der "Hungerturm" auf der Burgruine


Erhard Dietzsch

Geboren 1924 in Elsterberg, wohnhaft in 07985 Elsterberg. Nach einer Malerlehre und nach Ableistung des Kriegsdienstes studierte er an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin-Weißensee. In Berlin, Leipzig und Erfurt erfuhr er eine pädagogische Ausbildung. Anschließend war Erhard Dietzsch bis 1952 an der Plauener Gewerbeschule tätig. Von 1949 bis 1990 war er Lehrer für Kunsterziehung an der Schule in Elsterberg... Studienreisen führten ihn in viele Länder...
www.dietzsch-online.de/ Aquarell - ohne Titel


Bernd Hieke

Geboren 1944 in Plauen, wohnhaft in 07985 Elsterberg. Bereits während der Schulzeit beschäftigte er sich intensiv mit der Ornithologie. Bis 1987 war Bernd Hieke im Elektrohandwerk beschäftigt. Seit 1987 ist er nach abgeschlossenem Studium freiberuflich als Maler und Grafiker tätig. Seine Arbeitsgebiete sind die Malerei, Kupferstich, Steindruck und Mischtechnik. Ob zeichnen, malen, stechen oder ätzen, -ein Thema einmal angefasst, lässt ihn nicht mehr los...
Kupferstich: "Stiller Betrachter" www.kupferstecher.4t.com/

Telefon: (036621) 8574


Festschrift von 1954

Von Kunstmaler Kurt Opitz stammen außerdem viele Arbeiten an Fassaden in der Stadt, die zum Beispiel einen typischen Handweber, Elsterberger in vogtländischen Trachten oder behütete Kinder darstellen.
  Titelbild: Kurt Opitz


Kurt Rohleder

Der Elsterberger Kunstmaler Kurt Rohleder wurde am 3. Mai 1912 in Greiz-Schönfeld geboren und wohnte bis 1956 in Coschütz (Feldwiese). Im früheren Kunstseidenwerk Elsterberg als Betriebsmaler tätig, pflegte er in der Freizeit sein Hobby: Kunstmalen. In Bautzen absolvierte er in den 30er Jahren eine Kunstmalerprüfung. Als Autodidakt verfeinerte er ständig die Techniken des Malens.
Viele Elsterberger werden sich an Kurt Rohleder gerne erinnen, der ihnen gelegentlich auch mal ein Gemälde verkaufte oder lieber schenkte, was bei ihm die Regel war...

Burgruine Elsterberg, Haupttor  


Steffen Seidler

Der gelernte Werkzeugmacher übt seine Berufung zum Malen nicht als Beruf, sondern als Hobby aus. Und das mit ganzer Leidenschaft. Der im Elsterberger Ortsteil Gippe lebende Hobby-Kunstmaler hält seine Eindrücke vornehmlich in Öl fest. Es sind Motive seiner unmittelbaren Wohnwelt und Heimat wie auch Impressionen aus fernen Urlaubsorten. Steffen Seidler bringt mit viel Liebe und Talent nicht nur Sehenswürdigkeiten aus Natur und dem Umfeld, sondern auch die scheinbaren Nebensächlichkeiten auf die Leinwand. Sein Kater ist ihm ebenso viel wert porträtiert zu werden wie beispielsweise das Bürgerhaus in Scholas, die Laurentiuskirche oder die Burgruine...
Burgruine Elsterberg  


Eduard Uhl

Eduard Uhl wurde am 20. Mai 1904 in Asch (Tschechien) geboren. Sein größtes Hobby war das Malen. Besonders in der Zeit von 1930 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entstanden die meisten seiner Werke. Der sehr naturverbundene Hobbymaler bevorzugte für die zahlreichen Impressionen aus dem Wohnumfeld und dem Gebirge die Technik der Aquarellmalerei. Er war ein ausgesprochener Autodidakt und starb 1968 im 64. Lebensjahr.
  Blick auf Elsterberg mit Burgruine


  Bleistiftzeichnung
J. Kühn

Diese Bleistiftzeichnung eines eines J. Kühn vom 30. Juli 1880 dürfte der Beginn der Sinneswandlung für den Schutz historischer Denkmale in unserer Stadt Elsterberg mit gewesen sein. Ärmliche Bewohner des hier gezeigten Restes des Turmes 1 der Burgruine wiesen auf unsoziale Verhältnisse des damaligen Kaiserreiches hin, so dass sich bereits ein Jahr später der Gebirgsverein gründete und 1883 das erste Heimatfest gefeiert wurde, um Geld in die Restaurierungskasse zu bringen...
(Karl-Heinz Zierdt aus "Elsterberger Nachrichten", 10/2002)
  U. Krüger


Arno Hiller

Der gebürtige Elsterberger übt seit seiner Jugend das schöne Hobby Fotografieren aus. Viele Jahre erfreut er außerdem mit seinen Dia-Vorträgen, die Mitmenschen insbesondere an seinen erlebten Schiffsreisen virtuell teilhaben lassen. Arno Hiller ist sehr heimatverbunden, was man deutlich an seiner Motivwahl beim Fotografieren ersehen kann. Sein Fundus an Bildern über Elsterberg und Umgebung ist enorm. Seit über 14 Jahren versorgt Arno Hiller die Redaktion der „Elsterberger Nachrichten“ regelmäßig mit Bildmaterial. Seine fotografischen Arbeiten waren letztlich in der Ausstellung zur 800-Jahr-Feier Elsterbergs im „Burgkeller“ zu sehen. Das nebenstehende gewebte Bild entstand in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Karl-Heinz Hauke der ERTEX Jacquard-Weberei in Rodewisch.





Fotografische Vorlage: Arno Hiller
Gewebt: ERTEX Jacquard, Rodewisch
 


Rudolf Dick

Geboren 1936 in Weipert, wohnhaft in 07985 Elsterberg. Seit seiner Jugend ist die Fotografie sein Hobby Nr.1. In der Vergangenheit leitete er viele Jahre Schul-Fotozirkel und war Mitglied der Kreiskommission Fotografie beim Deutschen Kulturbund. Rudolf Dick ist Autodidakt. Auf den Zug der digitalen Fotografie ist der Lehrer i.R. von Anfang an voll aufgesprungen. Sein Spezielgebiet in der digitalen Fotowelt ist die Bildbearbeitung am Computer...
Fotografie: Burgruine Elsterberg
(leicht bildbearbeitet)
http://www.dick-fotodesign.de/


  Bild großklicken
Heimatfreund Ernest Langebach in Elsterberg schloss jetzt bei den vielerlei Darstellungsformen des Ruinenturmes am Haupttor der Burgruine Elsterberg, die es bereits gibt, eine Lücke. Er fertigte aus Lindenholz eine Nachbildung des Turms, der schon vielen Fotografen und bildenden Künstlern als Vorlage diente. Lediglich die filigrane Treppe ist aus Metall.
Ungezählte Stunden wandte der gelernte Mechaniker und später selbständige Mechanikermeister in seinem jetzigen Ruhestand dafür auf, die originalgetreue Nachbildung zu schaffen. Jetzt, vier Wochen vor dem 31. Ruinen- und Heimatfest, ist das Ziel erreicht. Das schöne Stück soll im Vorfeld des besagten Festes vorübergehend einen Platz in einem Schaufenster finden, um es somit vielen Elsterbergern und Gästen zugängig zu machen.
  Nachbildung aus Holz und Metall: Ernest Langebach:
Ruinenturm am Haupttor


Auch zum Dichten beflügelte die Burgruine...

 


Repro großklicken

Elsterberger Schloßruine
Altkolorierte Lithographie v. Blau n. Heise b. Poenicke, Album der Schlösser und Rittergüter im Königreich Sachsen, ca. 1860
(ZENTRALES VERZEICHNIS ANTIQUARISCHER BÜCHER)




Profane Kunst Manch einer der Besucher der Burgruine hat sich in jüngster zeit mittels Ritztechnik im Stein verewigt. Rechtlich gesehen zwar eine Sachbeschädigung, als Ausdruck einer freudigen Emotion jedoch verständlich.
Spruch:

"Ich grüße Dich von diesen Höhn.
Mein Elsterberg wie bist du so schön!"




Bislang unbekannte Gravierung an der Rückwand der ehemaligen Kapelle
(siehe auch Grundriss der Burganlage auf der Seite "Geschichtliches"!)


nach oben


Druckbare Version